Carl Alexander

Baesweiler, 2002 / in Partnerschaft b&k+

Die Region (B/NL/D) ist geprägt durch die sichtbaren Hinterlassenschaften ihrer Industriegeschichte. Die Halde Carl Alexander ist Teil dieser Hinterlassenschaften. Die Rudimente dieser Zeit prägen den Landschafts- und Stadtraum der Region um Aachen bis nach Holland und den Niederlanden.

Mit der Umnutzung und Neuorientierung der Bergbauflächen kommt auch den Halden wieder eine neue Bedeutung als Industrielle Landmarken zu.
Carl Alexander liegt im Mittelpunkt eines Haldenensembles. Um Ihn herum erkennt man in allen Himmelsrichtungen weitere Inselberge. Ihre Ausprägung ist immer anders, so dass sich eine starke Identität mit der Form der Halde am Horizont erkennen lässt. In der Region haben sie sich mit ihren Namen Maria, Adolf, Emil Mayrisch, Anna oder Carolus Magnus als Orientierungshilfe verdient gemacht.

Initiiert wird die Verknüpfung durch die Bergehalden als weithin sichtbare Landmarken und Identifikationskörper. Die Halden werden mit ihren historischen und im Bewusstsein verankerten Zechennamen bezeichnet („Hollywood“)

Die Verteilung des Nutzungsprogramms wird durch die Einführung eines Teilflächen- und Sichtverbindungen generierenden Ordnungsgefüges strukturiert. Dieses Ordnungsgefüge begreift die bestehende Situation als künstlich geschaffene Formation, welche als Qualität begriffen und präzisiert wird - Also gerade nicht eine quasinatürliche ‚verlandschaftlichende’ Renaturierung. sondern eine kunstvolle, durchaus in barocker Weise wertschöpfende Ordnung.